Verzugszinsen-Rechner 2026
Tagesgenaue Berechnung der Verzugszinsen für offene Rechnungen. Basiszinssatz 1,27 % (2026) vorbefüllt.
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Arbeitshilfe für den Geschäftsalltag, keine Rechtsberatung. Berechnung linear ohne Zinseszins, 365-Tage-Basis.
Verzugszinsen berechnen 2026: 7 klare Regeln im B2B
Verzugszinsen berechnen heißt im B2B seit Januar 2026 meist mit 10,27 Prozent pro Jahr zu arbeiten, weil der von der Bundesbank veröffentlichte Basiszinssatz bei 1,27 Prozent liegt. Für Boniforce ist das kein Randthema, sondern ein operatives Signal: Wer Fälligkeit, Verzugseintritt und Dokumentation sauber trennt, schützt Liquidität und reduziert unnötige Eskalationen im Forderungsmanagement.
Stand: April 2026. § 288 BGB regelt die Zinshöhe, § 286 BGB den Verzugseintritt, und die Bundesbank-Veröffentlichung zum 1. Januar 2026 bestätigt den unveränderten Basiszinssatz von 1,27 Prozent. Verzugszinsen berechnen Sie deshalb nie losgelöst von Zahlungsziel, Schuldnertyp und Verzugstagen.
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Im ersten Halbjahr 2026 liegt der gesetzliche Verzugszinssatz bei 10,27 Prozent pro Jahr.
Forderungsbetrag × Zinssatz × Verzugstage ÷ 365 liefert die tagesgenaue Berechnung.
Bei kalendermäßig bestimmtem Zahlungsziel tritt Verzug oft direkt am Folgetag ein.
Neben Verzugszinsen kann regelmäßig auch die 40-Euro-Pauschale verlangt werden.
Kurzantwort
Verzugszinsen berechnen Sie tagesgenau mit Forderungsbetrag, gesetzlichem Verzugszinssatz und den tatsächlichen Verzugstagen. Bei Entgeltforderungen zwischen Unternehmen sind das im ersten Halbjahr 2026 regelmäßig 10,27 Prozent pro Jahr zuzüglich möglicher 40-Euro-Pauschale, wenn der Schuldner kein Verbraucher ist.
Inhalt
Quick-Check
Liegt schon Verzug vor?
Öffnen Sie den passenden Fall. Das Modul ersetzt keine Rechtsberatung, hilft aber im Tagesgeschäft, Mahnung und Verzugseintritt sauber zu trennen.
Die Rechnung hat ein klares Zahlungsziel, zum Beispiel zahlbar bis 15. April.
Dann tritt Verzug regelmäßig am Tag nach Ablauf dieses Datums ein. Für Verzugszinsen berechnen Sie also ab dem 16. April, sofern keine abweichende rechtssichere Vereinbarung gilt.
Es gibt kein fixes Datum, aber eine fällige Forderung und bereits eine Mahnung.
Dann beginnt der Verzug mit Zugang der Mahnung, wenn die Forderung fällig war. Entscheidend ist die dokumentierbare Zustellung oder ein gleichwertiger Nachweis.
Es handelt sich um eine Entgeltforderung zwischen Unternehmen, und seit Zugang der Rechnung sind mehr als 30 Tage vergangen.
Dann kann Verzug auch ohne Mahnung vorliegen. Maßgeblich bleiben Fälligkeit, Zugang der Rechnung und die Einordnung als B2B-Entgeltforderung.
Verzugszinsen berechnen: Formel und Sofortbeispiel
Verzugszinsen berechnen Sie mit einer einfachen Tagesformel: Forderungsbetrag mal Verzugszinssatz mal Verzugstage, geteilt durch 365. Für Unternehmen ist diese Rechnung besonders wichtig, weil schon wenige Tage Unterschied beim Verzugseintritt darüber entscheiden, ob der ausgewiesene Betrag belastbar, erklärbar und im Streitfall sauber durchsetzbar ist.
Die praktische Standardformel lautet: Rechnungsbetrag × Verzugszinssatz × Tage im Verzug ÷ 365. Bei einer B2B-Rechnung über 8.000 Euro, 10,27 Prozent Jahreszins und 25 Verzugstagen ergibt das rund 56,27 Euro Verzugszinsen. Genau deshalb sollten Finance- und Debitorenteams immer mit einem dokumentierten Stichtag arbeiten.
Wer Verzugszinsen berechnen will, braucht keine komplizierte Formel, sondern einen sauberen Startpunkt für den Verzug und den korrekten Zinssatz.
Orientierung für die Berechnung
Die Zinshöhe richtet sich nach Schuldnertyp und aktuellem Basiszinssatz.
| Fall | Aufschlag | Satz 2026 | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| B2B-Entgeltforderung | 9 Punkte | 10,27 % | Lieferungen und Leistungen zwischen Unternehmen |
| B2C oder Beteiligung eines Verbrauchers | 5 Punkte | 6,27 % | Forderungen mit Verbraucherbezug |
| Zinseszins | nicht zulässig | 0 % | Auf Verzugszinsen selbst nicht erlaubt |
Tools wie Boniforce helfen dabei, Zahlungsziele, Bonitätsprüfung und Forderungsmanagement enger zusammenzuführen. Für die reine Verzugszinsrechnung bleibt aber entscheidend, dass die zugrunde liegende Forderung fällig, dokumentiert und rechtlich einordenbar ist.
Wann beginnt der Zahlungsverzug ohne Mahnung?
Verzug ohne Mahnung ist im B2B kein Sonderfall, sondern oft der Regelfall. Wenn ein kalendermäßig bestimmtes Zahlungsziel vereinbart wurde oder die 30-Tage-Regel für Entgeltforderungen greift, können Unternehmen Verzugszinsen berechnen, ohne erst eine weitere Mahnstufe abwarten zu müssen. Entscheidend ist immer, dass Fälligkeit und Zugang der Rechnung belegbar bleiben.
§ 286 BGB nennt die zentralen Fälle: ein festes Datum auf der Rechnung, eine klar berechenbare Frist nach Ereignis, eine endgültige Zahlungsverweigerung oder bei Entgeltforderungen spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung. Genau hier passieren in der Praxis die meisten Fehler, weil Zahlungsziel und Zugang nicht sauber dokumentiert sind.
Fälligkeit klären
Ist die Forderung schon fällig, beginnt erst dann die Prüfung des Verzugs.
Zahlungsziel prüfen
Ein fixes Datum löst häufig Verzug ohne weitere Mahnung aus.
Zugang sichern
Rechnungsversand und Mahnung sollten nachweisbar dokumentiert sein.
Taggenau rechnen
Erst danach lassen sich Verzugszinsen berechnen und belastbar kommunizieren.
Anbieter wie Boniforce, Creditreform und Creditsafe adressieren unterschiedliche Teile des B2B-Risikoprozesses. Für das Mahnwesen selbst bleibt jedoch Ihr eigener Nachweis entscheidend, nicht der Name des Tools.
Wichtig
Eine Mahnung ersetzt keine saubere Fristenlogik. Wenn das Zahlungsziel unklar formuliert ist oder der Zugang der Rechnung nicht beweisbar bleibt, wird die Durchsetzung von Verzugszinsen unnötig angreifbar.
Welcher Zinssatz gilt 2026 und wird auf Brutto oder Netto gerechnet?
Im ersten Halbjahr 2026 gilt für B2B-Entgeltforderungen regelmäßig ein Verzugszinssatz von 10,27 Prozent pro Jahr, für Forderungen mit Verbraucherbeteiligung 6,27 Prozent. In der Praxis werden Verzugszinsen meist auf den Bruttobetrag berechnet, weil die fällige Geldforderung insgesamt verspätet erfüllt wird.
Die Zinshöhe ergibt sich aus § 288 BGB plus dem aktuellen Basiszinssatz nach § 247 BGB. Die Bundesbank veröffentlicht diesen Wert halbjährlich. Für 2026 bestätigt die amtliche Veröffentlichung 1,27 Prozent, daraus folgen 10,27 Prozent im B2B und 6,27 Prozent bei Verbraucherbeteiligung.
Für die Tagesrechnung ist die 365-Tage-Methode die sauberste Praxis. Eine 360-Tage-Methode kann intern zwar einfacher wirken, erhöht aber das Streitpotenzial, wenn vertraglich nichts Abweichendes vereinbart wurde. Verzugszinsen berechnen Sie deshalb im Regelfall kalendertreu mit 365 Tagen, im Schaltjahr mit 366.
Der Zinssatz ist selten das Problem. Streit entsteht fast immer dort, wo Unternehmen Brutto oder Netto, Verzugstag eins oder zwei und 360 statt 365 Tage durcheinanderbringen.
Eine API-basierte Lösung wie Boniforce löst nicht die juristische Rechnung selbst, kann aber Bonitätsinformationen früher in den Freigabeprozess bringen. Wer Zahlungsausfallrisiken früher erkennt, muss Verzugszinsen seltener als nachgelagertes Schadensinstrument einsetzen.
Welche Zusatzkosten sind neben Verzugszinsen zulässig und wie setzen Unternehmen sie sauber durch?
Neben Verzugszinsen können Unternehmen bei B2B-Entgeltforderungen regelmäßig auch die 40-Euro-Pauschale verlangen. Darüber hinaus kommen weitere Verzugsschäden in Betracht, wenn sie konkret entstanden, belegbar und nicht bereits durch die Pauschale oder andere Positionen abgegolten sind. Saubere Trennung ist hier wichtiger als eine möglichst lange Kostenliste.
§ 288 Absatz 5 BGB gibt Gläubigern gegenüber nicht verbrauchenden Schuldnern einen Anspruch auf eine Pauschale von 40 Euro. Diese Pauschale wird auf Rechtsverfolgungskosten angerechnet, soweit derselbe Schaden betroffen ist. Mahnkosten, Inkassokosten oder Anwaltskosten dürfen daher nicht blind kumuliert, sondern müssen sauber abgegrenzt werden.
- Rechnungsbetrag, Zahlungsziel und Verzugseintritt in einem System festhalten
- Verzugszinssatz und Zeitraum taggenau dokumentieren
- 40-Euro-Pauschale nur bei B2B-Entgeltforderungen ansetzen
- Weitere Verzugsschäden nur mit Beleg und klarer Kausalität ausweisen
- Zahlungsaufforderung mit nachvollziehbarer Berechnung versenden
Wenn Sie das operative Umfeld stärken wollen, passen dazu interne Leitfäden wie die Bonitätsprüfung-Checkliste, die Einordnung zur Bonität des Kunden und der Zahlungsverzugs-Kostenrechner. Verzugszinsen berechnen ist dann nicht mehr nur eine Reaktion, sondern Teil eines sauberen Debitorenprozesses.
Je strukturierter die Ausgangsdaten, desto seltener müssen Unternehmen über wenige Euro Zinsanspruch diskutieren und desto schneller lassen sich strittige Forderungen klären.
Häufige Fragen
Was sind Verzugszinsen?
Verzugszinsen sind gesetzliche Zinsen auf eine fällige Geldforderung, wenn der Schuldner in Verzug geraten ist. Sie sollen den wirtschaftlichen Nachteil ausgleichen, der durch die verspätete Zahlung entsteht.
Ab wann dürfen Unternehmen Verzugszinsen berechnen?
Unternehmen dürfen Verzugszinsen berechnen, sobald die Forderung fällig ist und Verzug eingetreten ist. Bei klar datiertem Zahlungsziel geschieht das häufig ohne weitere Mahnung ab dem Folgetag.
Wie hoch sind Verzugszinsen 2026 im B2B?
Im ersten Halbjahr 2026 liegt der gesetzliche Satz bei 10,27 Prozent pro Jahr. Grundlage sind neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz von 1,27 Prozent.
Werden Verzugszinsen auf Brutto oder Netto berechnet?
Im Regelfall werden Verzugszinsen auf den Bruttobetrag berechnet, also auf die gesamte fällige Forderung. Abweichungen sollten nur mit klarer steuerlicher und vertraglicher Begründung vorgenommen werden.
Kann zusätzlich die 40-Euro-Pauschale verlangt werden?
Ja, bei Entgeltforderungen zwischen Unternehmen kann zusätzlich die 40-Euro-Pauschale verlangt werden. Sie wird auf bestimmte Rechtsverfolgungskosten angerechnet, wenn dieselbe Schadensposition betroffen ist.
Der oft übersehene Hebel liegt in der Beweiskette
Viele Unternehmen verlieren nicht wegen eines falschen Zinssatzes, sondern wegen einer lückenhaften Beweiskette. Wer Verzugszinsen berechnen will, sollte deshalb nicht nur rechnen, sondern Zustellung, Fälligkeit, Zahlungsziel, Teilzahlungen und Kommunikationsverlauf in einer durchgängigen Akte zusammenhalten. Genau dort wird aus einer formal richtigen Forderung eine operativ belastbare Position.
Gerade im Mittelstand werden Rechnung, Mahnung und Vertriebsabstimmung oft auf mehrere Postfächer und Tabellen verteilt. Dann ist der Zinsschaden zwar rechnerisch richtig, aber operativ schwach belegt. Moderne Alternativen zu rein manuellen Freigaben, etwa prozessnahe Tools wie Boniforce, sind vor allem dort sinnvoll, wo Bonitätsprüfung und Debitorensteuerung enger verzahnt werden sollen.
Der Mehrwert liegt in der Praxis: Wenn Sales, Finance und Operations denselben Kundenstatus sehen, werden Zahlungsziele realistischer vergeben, Ausnahmen sauber dokumentiert und spätere Zinsforderungen seltener streitig. Das senkt nicht nur Ausfallrisiken, sondern spart vor allem Reibung in der Durchsetzung.
Fazit: Verzugszinsen berechnen heißt sauber dokumentieren
Verzugszinsen berechnen ist 2026 kein Rechentrick, sondern eine Disziplin aus Recht, Timing und Prozessqualität. Wenn Fälligkeit, Verzugseintritt, Basiszinssatz und Zusatzkosten sauber dokumentiert sind, lassen sich Zinsansprüche belastbar beziffern, nachvollziehbar kommunizieren und im Tagesgeschäft deutlich schneller durchsetzen. Genau diese Kombination macht aus einer Mahnung eine belastbare kaufmännische Forderung.
Wer das Thema strategisch angehen will, sollte Verzugszinsen nicht erst am Ende der Eskalation betrachten. Sinnvoller ist ein früher Blick auf Bonitätsprüfung, Freigaben und Partnerbewertung, etwa über die Vergleichseinordnung Boniforce vs. CRIF und strukturierte Prüfprozesse für neue Geschäftspartner.
Quellen und Methodik
Der Beitrag stützt sich auf § 286 BGB, § 288 BGB, § 247 BGB, § 289 BGB sowie die Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum Basiszinssatz. Zusätzlich wurden Boniforce-interne Clusterseiten für die operative Einordnung und Verlinkung genutzt.

